l 60 Sechstes uud^ letztes Buch.
Bündnisse stunden; denn hätte jede derselben, oh«ne daß ste mit einander vereiniget gewesen wären,mit dem Kaiser Krieg geführt, so würde, wenig«stens von Seiten der Türken, dieser Krieg weitverehrender gewesen seyn.
Die Belagerung des Citadells von Nizza wareine nicht leichte Unternehmung: Kunst und Na«tur hatten sich vereiniget, dem Herzoge diesen nocheinzig übrigen Ortzu erhalten: die Lage des Schlos-ses auf einem steilen, fast unersteiglichcn Felsen,machte dasselbe fast unüberwindlich. Man könn,te ihm, ohne die äußerste Gefahr nicht nahekom-men, die Minen waren unmöglich, und überdemsielen dem Grafen von Anguicn Briefe in die Hän,dc, mit der Nachricht, daß der Herzog von Sa«voycn mit dem Marquis dü Guast dem Orte zuHülfe käme, der ihm von allen seinen Staaten nochübrig war. Diese Bcwcgungsgründe verbandendie beiden Generale, die Belagerung aufzuheben.Barbarossa führte seine Flotte zurück nach Toulon,und der Graf d'Anguckn die seine nach Marseille:und weil sich eben das Gerücht verbreitete, daßder König dem Kaiser vor Landrecy ein Tressenliessen: würde, so eilete er nach der KöniglichenArmee, um glcichfals an einer Schlacht Theil zunehmen, die gleichwohl, wie wir bemerkt haben,nicht vor sich gienge.
Der Herzog von Savoyen frolockte über denAbzug des Barbarossa und des Grafen von An-guckn: er ließ eine Silbermünze prägen, auf de»ren einer Seite man das Savoysche Creuz mit
Sieges»