Vmk6 Kapitel. i6^
nicht anders als mit Strömen Spanischen Blutsgekühlet werden konnte Z ): denn Wohlthaten ver-gißt man, aber Ungerechtigkeiten und Gewaltthä-tigkeiten werden mit Wucher vergolten; und hier-an denken diejenigen nicht, die so leicht gewaltthc-tige und ungerechte Handlungen unternehmen.Man thue Böses so viel man will, so wird man,wenn man die Schranken einer rechtmäßigen Ver-theidigung, oder eines billigen Angrifs dabey be-obachtet, nicht leicht Rachbegierde erwecken; wer-den diese Schranken überschritten, so ist ein ewi-ger Haß da. Wir werden in der Folge die Ra-che sehen, die die Schweizer wegen der beyMon-dovi gebrochnen Capirulation und der an ihnenverübten Grausamkeiten ausübten. PaulIovio^)bezeuget, der Marquis dü Guast sey über dieMeineidigkeit, womit die Capirulation bey Mon»dovi gebrochen worden, sehr entrüstet gewesen, 'und habe, so viel er gekonnt, den Schaden zu er-setzen gesucht, indem er dieAnverwandten derjeni-gen, die so übel behandelt wären, mit Geschen-ken und Wohlthaten überhäuft habe; allein dieFranzösischen Geschichtschreiber haben es sich nieüberreden lasten, sondern erkennen in diesem neuenFrevel den Mörder der beiden Gesandten, Rinconund Fregoso. Hatte dü Guast auch wirklich kei-nen Antheil an dem Meineide von Mondsvr, soverdiente er doch durch sein voriges Betragen, daßman ihm in Argwohn einer Ungerechtigkeit harre,
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ß) blsm. äe Du Bella/, l.. vo.b) paul^oviur Uilt. Iui kemxorir, l., 44.