174 Sechstes und letztes Buch.
fern ertheilt sey, stog der ganze junge Adel nachPiemonk, der Hof ward eine Art von Wüsteney,und dem Könige fehlte es an Hofleuten, weil erzu viel brave Unterthanen hatte. Ihre Ankunftwar dem General in seinen damaligen Gcldbedürf-nissm eine große Hülfe: er gab ihnen zu verste-hen, es wäre nicht genug, daß sie ihm ihre Armeliehen, sie müßten gleichfals ihren Beutel öfnen;und kaum hatte er den Antrag gethan, so zahlteein jeder mit Freuden. Damals liebte man denRuhm und das Vaterland. Boutieres selbst ver-gaß seines Verdrusses; er eilte zur Armee, wiedie andern, und kam unter seinem Nachfolger zudienen.
Du Guast, den die Schwierigkeiten nur reiz.ten, ward durch dieselben angefeurer, und dehnteseinen Plan noch weiter aus. Als er sahe, daßdie Franzosen Meister von Carmagnola gewordenwaren, entschloß er sich über den Po und zwarüber die Schisdrücke zu setzen / die der Graf vonAnguien bey Sablons, zwischen Carignan undMontcagliere gebauet, und an deren beiden Endener Schanzen zu ihrer Vertheidigung hatte aufwe »fen lasten, weil er glaubte, er würde dieselbe zumRückzüge nöthig haben. Dü Guast setzte sich vordiese Brücke mit Gewalt wegzunehmen, oder, wenndie Franzosen anrücken sollten, sie zu behaupten,so wollte er sich hinter Carmagnola zurück ziehen,und zwischen sich und den Franzosen einen Morastlassen, durchweichen sich diese nicht wagen würden,um ihn -»zufallen r denn wollte er über den Po,
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