Band 
Vierter Theil.
Seite
186
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l 86 Sechstes und letztes Buch.

„ wenn ich nicht als Sieger zurück komme, so„ befehle ich euch, mich nicht aufzunehmen, son-„ dern mir eure Stadtthore zu verschließen."Vor dem Feldzuge hatte er sich gegen dieMailän-difchen Damens verlauten lassen: „ Sehen Sie„diese Ketten? in denselben will ich ihnen das„ Närrchen, den kleinen Grafen von Anguien,und„ alle die jungen hübschen Französischen Freywilli-,, gen gebunden zurück bringen. " Die Damens,denen man die artige Gestalt des Grafen von An«guien gerühmt hatte, bathen um Gnade fürs ihn.Der Marquis hakte wirklich eine ungeheure Men-ge von Ketten angeschaft, um damit die Franzo-sen zu binden, die er zu fangen hofte, und die er,wie man sagt, auf die Galeren schicken wollte:und dieser eben so ehrlose, als grausame Entschlußward ihm von einigen Gefangenen von der Kai-serlichen Armee schuld gegeben: so viel ist gewiß,daß die Franzosen bey dem Kaiserlichen Gepäckeverschiedene mit Ketten beladene Wagen antrafen.

Die Einwohner von Asii gehorchten dem über-wundenen Marquis pünctlich, und verschlossenihm ihre Thore; er ward gezwungen, bis nach Mai« >

land zu fliehen: daselbst mußte er sich verstecken,und unterstund sich nicht, sich den Damens zu zei-gen, die ihn suchten, um ihn zu fragen, was ermit den Ketten und den hübschen Gefangenen, die >er ihnen versprochen, gemacht hätte. Diese Züge ^

einer beschämten Vermessenheit sind wiederum Leh-ren, die die Historie häuffig genuF, aber allezeitohne Frucht verschwendet.

Man