r 88 Sechstes und letztes Buch.
Dom Raimond de Cardona ihr Anführer, Men«doza und Carl von Gonzaga. Madruzzo *), derdie Deutschen commandirte, war unter den Tod-ten, voller Wunden gefunden, er ward nach Tu-rin gebracht, und daselbst geheilek.
Der Verlust der Franzosen, war nach demBericht selbst derjenigen, die ihn berechneten, er-siaunlich gering, und belief sich nicht einmal aufzwey hundert Mann: aber das stärkste Gemetzelunter den Kaiserlichen war nicht beym Handge-menge, sondern auf ihrer Flucht vorgegangen,und der Grimm der Schweizer machte dasselbe er-schrecklich. Carl von Dros, der ehemals Gou-verneur von Mondovr gewesen war, und der hierdie Italiancr commandirte, ließ sich so wohl alsder Obrisie der Gryerier niederhauen, und beidehielten durch einen rühmlichen Tod, der Schandedes unwürdigen Haufens, den sie anführten, -dasGleichgewichte. Franz von Genouillac genannt.D'Aßier, der einzige Sohn des berühmten Gali-ots, starb an den Wunden, die er in diesem Ge-fechte bekommen hatte. Sein Vater hatte eine
ziem-
*) Dieser Alisprand Madruzzo hakte sich vermes-sen, die Schweizer mit seinen Truppen gänzlichaufzureiben: allein er konnte nicht einmal einenSing'rss auf dieselben thun, gleich im Anfange desTreffens federte er einen Französischen Capitain,Namens la Moleeinem Zwcykampf auf: unddiese Auffsdenmg ward angenommen. Sie brach,tcn sied einander große Stöße im Gesichte bey:ka Moie ward über das Auge gestochen, und demMadruzzo ward die Wange bis ans Ohr aufge-rissen. Beide fielen, beide glaubtemantodt, aberja Mole allem starb au seiner Wunde.