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Sechstes Kapitel.
von dem Kaiser überreden, Franz der Erste sey ^der einzige Urheber ihrer Uneinigkeiten, so wohl ^544als ihres Unglücks in dem Türken-Kriege. Erallein hinderte, daß noch keine allgemeine Kirchen-Versammlung gehalten würde e), wo allcReligi-onsstrcitigkeiten leicht gehoben werden könnten;er fürchtete sich für nichts mehr, als für denFrieden, und setzte in den Verwirrungen und Un-ruhen des Reichs seine einzige Hofnung: derReichstag ließ sich überreden, und war nicht da-mit zu frieden, daß er zu dem Feldzuge, den derKaiser gegen Frankreich im Schilde führte, sehrvieles Geld Herschoß: er wollte so gar die Schwei-zer aufwiegeln: er that ihnen schriftliche Vorstel-lungen gegen ihr Bündniß mit Franz dem Ersten:wenigstens verlangte er, sie sollten ihm keine Völ-ker mehr verabfolgen lasten. Die Schweizer ant-worteten, als getreue Bundesgenossen von Frank-reich , sie sagten gut für die friedfertigen Gesin-nungen des Königs, und erklärten sich feyerlich,sie würden ihm zum Kriege allen möglichen Bey-stand leisten, dessen er bedürfte.
Franz der Erste war sich vermuthen, daß ihmder Kaiser auf dem Spanischen Reichsrage leb-haft angreifen würde: er hoftc, man würde ihmwenigstens die Erlaubniß geben, sich zu vertheidi-gen : aber man wegerte sich so gar ihn zu hören.
Er sandte einen Herold, und ließ durch den-selben ein sicheres Geleit für feine Gesandten *)
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7) Dich waren der Cardinal du Bellay, Franz Oli-
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