2OH , Sechstes und letztes Buch.
' wildesten Völkern der Welt erzogen wäre, der1544 bey dem Anblick des Elendes seiner Freundenicht seufzen müßte?
Gesetzt aber auch, ihre Gründe wären tau-sendmal überzeugender gewesen, so hätten sie den.noch bey den Reichsständen nichts ausgerichtet:).Diese hatten ihre Parthey ergriffen: der Nameder Türken war ihnen zu verhaßt K), daß dasBündnis eines Christlichen Fürsten mit denselben,so schön auch die Farben wären, mit welchen mandasselbe anstreichen mögt?, ihnen jederzeit unge.Heuer scheinen mußte.
Der König von England hatte sich im vori-gen Jahre damit befriediget, daß er dem Kaiserzehcn tausend Mann zu Hülfe geschickt hart?, unddiese hatten so wohl, wie die übrige Macht desKaisers, Landrecy vergebens belagert. Er wapüber diesen kleinen Schimpf entrüstet, und nochmehr misvergnügk über Franz den Ersten, dersbnderlich feit ihres Bruchs, mehr als jemals dieEhe zwischen dem Prinzen Eduard, Heinrichs desAchten Sohn, und der Maria, der einzigen Er-binn der Schottischen Crone hintertrieb, und alsoentschloß er sich, den Krieg persönlich in Frank,reich zu führen >); ex hatte zu London*) mit dem
Kai.
l) Nelc^r L, 2Z, n. F.
^ ich b-- 2Z> M 54- 55-
!) icl. ibiä. 11,
*) Dieser Trattat von London findet sich nichtindem- Oii pr lNxivmLriqus , aber eS stehet in demselbenein anderer ganz ähnlicher ohne Datum des Ta»-es und des Monats vorn Jahre 1542-