Band 
Vierter Theil.
Seite
206
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2v6 Sechstes und letztes Buch.

--> der in Paris gewesen: bester hätte er gethan,

1544 wenn er sich erinnert hätte, daß er als Freund dagewesen war.

Franz der Erste that Heinrich dem Achten dieEhre nicht an, daß er ihn als einen fürchterli-chen Feind angesehen hätte, und ob dieser gleichin Calais anS Land stieg, so unterließ Franz gleich-wohl nicht, seine Truppen aus der Piccardie zuziehen, und sie nach Champagne gehen zu lassen,den ersten Anfall der Kaiserlichen Armee Wider-stand zu thun. Diese machte wirklich im Anfangeeinige Eroberungen, weil die Französische Truppennoch nicht beysammen waren; der Graf von Für-stenberg, den der Kaiser vor sich an schickte, dacrinzwischen in Speyer seine Zurüstungcn vollendete,'nahm Luxemburg ein, setzte seinen Marsch durchLothringen fort, und eroberte Commercy an derMaaß, und nachher Ligny im Herzogthum Bar.Dieser letzte Ort capitulirte, als die Kaiserlichendenselben überraschten und die Besatzung zu Kriegs-gefangenen machten. Sie hatten sich durch einThor eingcschlichen, das entweder die Nachläßig.keit, oder die Verrätherey ossen gelassen hakte;man glaubt, es sey die Verrätherey gewesenund wie der Kaiser an der Spitze seiner Armeeselbst bis in Champagne vorrückte und St. Dizürauffoderte, sich zu ergeben, war die Antwort, essey kein Verrächer in dem Platze , und er müß--^ te mit dem Degen in der Hand gewonnen wer-den: der Ort that auch wirklich, unter Anfüh-rung

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