Sechstes Kapitel. 207
rung Ludwigs de Beuil, Grafen vonSancerre*),den besten Widerstand.
Die Französische Armee war unter dem Com-mando des Dauphin, der den Admiral d'Annc-baut bey sich hatte / zu Felde gegangen. Der Kö-nig empfahl ihm, das Lager an den Ufer der Mar-ne aufzuschlagen, diesen Strom zwischen sich undden Kaiserlichen zu erhalten, ihnen den Uebergangdesselben zu verwehren, aber kein entscheidendesTreffen zu wagen. Der Dauphin befolgte dieseBefehle püncrlich: er schlug sein Lager bey Iallon,zwischen Chalons und Epcrnay auf, so, daß erdie Marne vor sich hatte. Er schickte Brissac mitzwey tausend Mann Infanterie nach Äitry, daszwischen Chalons und St. Dizier liegt, und ihmzu einem Mittel dienen konnte, den Kaiserlichendie Lebcnsmittel abzuschneiden, und sie mit derFurcht eines Angrifö zu schrecken, wenn sie etwaSt. Dizier stürmen wollten. Vrißac führte die-sen Auftrag mit seiner angcbohrnenGeschicklichkeit,und seinem gewöhnlichem Glücke aus. Indemer bey Vitry stund, hob er den Kaiserlichen sooftund so behend die größten Zufuhren auf, daß siein ihrem Lager bald den Mangel spühren mußten:um sich dagegen zu retten, cntschloßen sie sich denBrißac in Vitry, wo es ihm unmöglich war sichzuwehten, selbst aufzuheben: zu dieser Unterneh-mung schickten sie Franzcn von Este, einen Bru-der
*) Er war ein Oheim desjenigen, der in der Bela-gerung von Hesdm 1^7. getödtet war, und einBruder desjenigen, der i^i; in der Schlacht beyMariguan ums Leben kam.