Band 
Vierter Theil.
Seite
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Sechstes Kapitel.

so wohl recht haben, als der andere. DerZuna-me bm!e, das Verbrandtk/ den das alte Vi-try *) noch heutiges Tages trägt, und die neue

Stadt

*) VItry le bruls liegt an dem kleinen Flusse die Saux,und Vicrx ls krsn^oi» an der Marne etwas höher,als wo die Saux sich in die Marne ergießt. Daserste Vitry gieng dreymal in Ranch auf. Das er-ste mal ließ Ludwig der VI l. in einem aufwallendenZorn funfzehen hundert Menschen, in einer Kirche,wohin sie sich zu retten suchten, jämmerlich ver-brennen , und glaubte hernach dieses Vergehendurch einen weit schrecklichern Kreuzzug zu büßen.Unter Carl den Vll. verbrandte Johann von Lu-xemburg, der es mit den Engländern hielt, Vittyzum zweyten mal, und endlich ward es unter Carldem Fünften in eine» Aschenhaufen verwandelt:aber selbst diese Asche war den Einwohnern vonVitry schätzbar: die neue Stadt, die nach demNamen des Königs genannt, mit seinen Wappenund seiner Devise geziert, mit seinen Gnadenbe«Zeugungen beehrt ward, zog die Bürger des altenVitry nicht an sich, und sie wollten lieber auf ih-ren Steinhaufen weinen. Aus Liebe des Vater-landes waren schon einige Häuser wieder in Vitryerbaut: der König wollte sie abbrechen lassen, undbefahl den Einwohnern, sich indem neuen Vitryniederzulassen. Diese Unglücklichen thaten rüh-rende Vorstellungen. Die Schlangen, sagten sie,kriechen ruhig an denen Orten, wo sie gcbohrensind, lassen Sie uns, mitdenftlbcn,auf dc>! Trüm-mern irren, die uns wehmüthig machen und unsam Herzen liegen, Der König fühlte es , daß mannothwendig den Staat lieben müßte, wenn manfeinen Geburtsort so zärtlich liebte: er gab ihremBitten Gehör, er bestätigte von neuen ihre Privi-legien, und überließ es der Zeit, das neue Vitryle Francois zu bevölkern, und dieß ward endlichauch dem andern vorgezogen.llll.Band. H