218 Sechstes und letztes Buch.
'—' ley Meinung: einige wollten gehorchen, andere
»544 nicht; aber der Hunger, und der Mangel anPulver machte, daß die meisten sich zu einer Ca-pitulation entschlossen r die Kaiserlichen stellten sichanfangs trotzig an, und schlugen sehr harte Be-dingungen vor; aber aus der grosmüthigm Ver.achtung, mit welcher man dieselbe ansahen),schlössen sie bald, sie müßten den Ton ändern, siekamen also näher, und endigten damit, daß sieihnen einen sehr vortherlhaften Accord gaben: dieBesatzung erhielt die Freyheit noch zwölf Tage indem Platze zu verweilen und zu warten, ob nichtetwa ein Entsatz kommen mögte. Wenn keinerankäme, sollten sie am hellen Mittage, mit Was»fen, Gepäcke, klingendem Spiele und fliegendenFahnen ausziehen. Mar; erlaubte der Garnisonso gar vier von ihren besten Canoncn mitzunehmen.
Die Nachricht von dieser Ucbergabe von St.Dizier schlug den König nieder: er war damalskrank, und mußte in seinem Ammer bleiben. Ge-zwungen öffentlich seine Unruhe und seinen Schmerzzu verbeißen, tröstete er sich in geheim mit seinemSeufzen, davon sein Volk nicht Zeuge war. Siewurden allein gegen die mitleidige Königinn vonNavarra, seine Schwester und seine zärtlichsteFreundinn ausgeschüttet, und sie allein*) tröstete
ihn,
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Brantome erzählt, dem Könige sey nach der Ein«nähme von St. Dizier für Paris bange gewesen,und er habe ausgerufen: Ach! mein Gore, wietheuer läßt du mir mein Bönigreich -u stehen
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