Band 
Vierter Theil.
Seite
221
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2LI

Sechstes Kapitel.

ser hatte, war er gezwungen den Entwurf, durchdie Marne zu wachen, fahren zu lassen: er mußtesich also einen bekannten und offenbaren Ueber-gang schaffen: aber alle Gegenden, wo er hätteversucht werden können, waren von den Franz»scn sorgfältig bewacht. ZentseitS der Marne hak»te man alles verwüstet, und aller Vorrath vonLebensmitteln, war in den disseitigen Plätzen ver-sammlet. Der Kaiser hatte sehr viel Mühe seineVölker in einem verheerten Lande zu erhalten, woste überdem durch die Parteygänger des Dau-phins, und durch die Besatzungen der benachbartenPlätze unaufhörlich beunruhiget wurden: fast saheer sich in eben denjenigen Umständen, die ihn ge-zwungen hatten, der Eroberung der Provenze zuentsagen. Er fieng schon an zu überlegen, ob ernicht nach Soissons zurück, und nach den Nie»dcrlandcn gehen müßte, und dennoch fuhr er fortsich an den Ufern der Marne aufzuhalten, als ober neue Begebenheiten erwarten wollte.

Der Dauphin hatte zu Epernay, und Cha-teau Thierry beträchtliche Magazine: da er aberbesorgte, Epernay würde sich nicht halten können,wenn es von den Kaiserlichen angegriffen werdensollte, so gab er einem Kapitain von seinen Fuß-völkern Befehl, die Brücke dabey abzubrechen, al-len Vorrath wegzuführen, und was er nicht fort-bringen könnte, zu verderben , oder in den Stromzu werfen. Die Herzoginn von Esiampes, derfür nichts mehr bange war, als für den Rückzugdes Kaisers, ließ,sihm„ von dem, was man vor-hatte,