Band 
Vierter Theil.
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Sechstes Kapitel.

tzen: aber Gott schütze euch gegen die Furcht.Diese Sorgfalt, diese Wachsamkeit, diese Güte,diese heldenmükhige Zuversicht, dieses kriegerischeAnsehen des Königs, seine ansehnliche und präch-tige Leibesgcstalt, sein edles Ansehen, sein an-nehmliches Wesen, dem des Herzogs von GuiseAussehen beynahe gleich kam, machte ein sehr rührrendes Spectakcl. Paris glaubte in ihnen, zweenseiner Schutzengel zu sehen. So bald der Dau-phin die Einnahme von Epernay und Chateau-Thierry erfuhr, brach er in größter Eile aus sei-nem Lager bey Iallan auf, und sollte er sich auchder Gefahr einer Feldschlacht bloß stellen, so kamer dem schleunigen Andringen des Kaisers zuvor,lagerte sich bey Ferte unter Iouvre, einige Mci»lcn unter Chateau-Thierry, warf eine starke Be-satzung in Meaup, und ließ in der größten Ge-schwindigkeit de Lorges mit ungefehr sieben bis achttausend Mann Infanterie, und vier hundert Gen-darmen abgehen, daß er Paris in Sicherheit setzenund bcystchen sollte, wenn etwa der Kaiser einMittel fünde, bis dahin vorzudringen. De Lor-ges befürchte, seine plötzliche Erscheinung in Pa»ris würde die furchtsamen Bürger noch mehr er-schrecken, und blieb deswegen bey Lagny, um de-nen Kaiserlichen an der Marne noch eine Brust-wehr mehr entgegen zustellen, und inzwischen nahegenug zu seyn, der Hauptstadt zu Hülfe zu eilen,im Falle sie bedrohet werden sollte. Der Kaiserhatte die Eilfertigkeit des Dauphins eben so wenigvorausgesehen, als der Dauphin die Saumselig-keit,