224 Sechstes und letztesBuch.
--- keit, oder die Verrätherey des Officiers, der die
r;44! Brücke bey Epernay abbrechen sollte, vermuthethatte; da er also sahe, daß man ihm zuvorgekom-men, so gieng er durch einen Theil von Valsis,und kam bis Soissons , wo er sich in die Abtcy vonSt. Jean des Vignes einquartierte.
Der Kaiser und der König von England wa-ren ihren Verbindungen, die sie durch den Londe-ner Tractat eingegangen waren, einer fast so vielals der andre ungetreu gewesen. Weder einer,noch der andre hatte seinen Weg gerade nach Pa-ris fortgesetzt: und dieser Entwurf, durch vielProvinzen eines feindlichen Landes zu marschiren,ohne sich einen sicheren Rückweg erworben zu ha-ben , stimmte wirklich nicht sonderlich mit der Noth-wendigkeit überein, für seinen Unterhalt sowohl,als für seine Sicherheit zu sorgen. Der Kaiserhatte also selbst das Exempel gegeben, Belagerun-gen zu machen, und der König von England haktesich seiner Scits gleichfals aufgehalten, Msntreuilund Boulogne zu belagern. Beyde beklagten undbeyde entschuldigten sich. Der Kaiser gab vor, erhabe, ausgenommen St. Dizier, das ihn längeraufgehalten, als er geglaubt hätte, nach Inhaltdes TractatS sich mit keiner wichtigen Belagerungabgegeben; daß er endlich bis vor den Thoren vonParis, und gewiß hinein gekommen wäre, wennder König von England seine Zeit vor Montrcuilund Boulogne nicht verlohren hätte, sondern so-gleich vor Paris gegangen wäre, und dadurchFranz den Ersten gezwungen hatte, seine Macht