Sechstes Kapitel. 2zi
gleichfals vor dem Schluße des TractatS erhielte, so ^ '
mögte er die Saiten höher spannen, und härtereBedingungen vorschreiben.
Endlich ward der Tractat zu Crespy, im La«denr8Sept.onischcn, geschlossen. In den Hauptartikeln kamman überein, doch aber mit Vorbehalten, mitEinschränkungen, mit gegenseitigen Bedingungen,die allezeit neue Gelegenheiten zu Winkelzügeu,Ausflüchten, und einen neuen Bruch geben mußten.
Der Friede ward ungefehr nach dem Maaße desVerlustes und der Vortheile geschlossen, die manbeyderseikig gehabt hatte: und in der That, wenn.einer Sciks Paris von dem Kaiser bedrohet gewe-sen, wenn die Gränze der Piccardie von den ver,einigten Engländern und Kaiserlichen angegriffenwar, so war auf der andern Seite Franz noch inBesitz fast des ganzen Piemonts, eines Theils vonLuxemburg und verschiedener Plätze im Hennegau.
Alan ficng an die Vermählung des Herzogsvon Orleans zu beschließen: aber mit welcher Prin--zeßinn? Dieß ward so gleich nicht entschieden: manließ die Wahl zwischen der Tochter und der Nichtedes Kaisers, und die Bedingungen des Ehctra-ctats waren verschieden, je nachdem der Herzogvon Orleans die eine, oder die andere heyrathenwürde. Natürlicher Weise hätte dem Herzogevon Orleans die Wahl überlassen werden müssen:und sie ward dem Kaiser vorbehalten.
Der Herzog von Orleans sollte die Herzogthü-mer Orleans, Bourbon, Angouleme und Charel-hcrault zu seiner Appanage haben, und wenn diese
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