Siebentes Kapitel. »45
Segeln und Rudern versehen waren, aber länger,schmaler und deswegen auch fertiger, als andere
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doch etwas für die Marine in dem Ocean; er ließ indem Hafen von Bretagne Gallionen von einer neu-en Art bauen, die mit Segeln und Rudern giengen,und die starker waren, als die gewöhnlichen Gale-reu, und stark genug, alle Stürme des Oceans aus-zuhalten. Er wollte gleichfals eine Quinquereme,oder Galcre mit fünf Ruderbänken bauen lassen:aber der Pater Daniel glaubt, daß dieselbe nur denNamen mit den Oninqueremen der alten gemein ge-habthabe. Der Hafen von Havre de Erace, denFranz der Erste anlegen ließ, ward der gewöhnlicheSammelplatz seiner Flotten.
Uebrigens muß man sich beyder großen Zahl derSegeln, woraus diese Flotten bestunden, nicht einengar zu großen Begriff von deuselbcn machen. Esscheint, daß in jeder Flotte ein großes Schaugebäu-de gewesen sey, als z,E. der Laraquou Franz desErsten, und auch unter Ludwig den Xll. dieLorSe-liere, die die Königinn Anna von Bretagne auf ihreKosten hatte bauen lassen, und ein anderes großesSchiff, Namens la Lyarante Das größte unterallen diesen Schiffen war der Caraquon. Wenn düBellaysagt, daß derselbe ein hundert Stück grobenGeschützes geführt habe, so schrankt esBeaucairedadurch ein, daß er sagt, nur ein Theil dieser Ca-rtonen seyn grobe Bestücke gewesen, dieübrigen abernur von mittelmäßiger Größe- Der Pater Danielglaubt mitRecht, daßhier von grober und mittlerArtillerieder damaligen Zeiten dieRede sey,und nichtvon den, was man sink der Zeit, große Canonenund Mittel-Canoncn nennt. Denn dieß ungeheureEchiffwar wirklich nur von acht hundert Tonnen,und folglich war es nicht halb so groß, als unser«großen Schiffe. Die andern Kriegsschiffe FranzLeSErstenwarenGaleren, Galeassen, Caraquen,Rambrrgen; lauter Fahrzeuge, die zugleich mit
Segel»