Band 
Vierter Theil.
Seite
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2 64 Sechstes und letztes Buch.

' > fahren stürzte. Er sahe ein sehr ungleiches Ge.

1545 fecht zwischen einigen Franzosen und einem zahl"reichen Corps der Englischen Infanterie: sogleichtiefer seinen Landsleuten zu Hülfe, ohne daranzu denken, ob ihm auch einige Edelleute, die ihnbegleiteten, in diese Gefahr folgten: seineTapfer- 'keit ließ ihn nicht einen Augenblick an dem Mutheseiner Gesellschafter zweifeln. Die Engländerumringen ihn, dringen auf ihn ein, er fast allein ^wehret sich gegen sie alle; er wußte dabey wohl,daß die Englische Infanterie weder Quartier näh.tne noch gäbe. Sein hartnäckigter Widerstandmachte die Engländer müde, endlich gab ihm ihrBefehlshaber, dem Anscheine nach, den schrecklich,sicn Hieb, den man vielleicht jemals bekommenhak, ohne daran zu sterben ?); er stieß seine jan-ze in seinem Kopfe zwischen der Nase und dem Au- !ge entzwey, das ganze Eisen, der Pikcn-Schuh, ^und zween Finger breit Holz daran, blieben in derWunde stecken, fast so, daß man es nicht herausziehen konnte. Jeder Umstand dieser Begeben«heik scheint wunderbar: es ist unbegreiflich, wienicht ein jeder andrer Mensch ohne Bewegung, oh-ne Empfindung niedergesunken wäre: d'Aumale ^fuhr fort zu fechten, ev drang durch das Batail- !ton, von welchem er umringet war g ), er begab ssich nach seinem Gezelt, und überließ sich ruhigden Händen der Wundärzte; diese zweifelten nicht,cr würde unter der heftigen Operation, die man

mit

x ) Osuvrt ksi'L I.. 12. cd. 9.

g) LelcÄ. l.. 24. n. 14.