Achtes Kapitel. 265
mit ihm vornehmen mußte r), um ihm das Eisen ' '
aus den Kopf zu ziehen, vor Schmerzen sterben: *545
der einzige Ambroßuö Pare'*), dessen Namen soberühmt geblieben ist, und der verdient hätte, un-sterblich zu seyn, wenn er auch keine andere, alsdiese, für die damalige Zeiten so bewunderungs-würdige Operation verrichtet hatte, war der ein-zige, der es wagte, nicht allen Muth fahren zulassen: seine Behendigkeit und die Standhaftig-keir des Grafen von Aumale, die beide gleich er-staunlich waren, machten, daß die Operation gutvon statten gieng. Der Graf schrie nicht einmal,erwachte keine Bewegung noch Verzückung, esschien/ sagt dü Bellay, daß man ihm ein Haarausgezogen hatte: man trug ihn in einer Sänf-te nach Pequigny, wo man noch vier Tage langan seinem Leben verzweifelte, endlich am fünftenbemerkte man einige glückliche Anzeichen: man sa-he, daß die Natur in ganz außerordentlichen Be-wegungen war, sich zu helfen, diese Bewegungenwaren beständig und glücklich. Die Cur war voll-kommen, ohne Rückfällc, ohne gefährliche Folgen.
Der Graf von Aumale behielt kein anderes An-denken davon, als eine Narbe, die ihm nicht we-niger, als dem Ambroßuö Pare' ruhmwürdig war.
Der Herzog von Guise, ein Sohn des Grafenvon Aumale verdiente mit weniger Gefahr den Zu-
R 5 namen
r) lelem. äe Du Lella^. I.. ic>.
*) Er war zu Laval in Meine gebohren, Wundarztder Könige Franz des U. Carls des ix. und Hein-richs desl-I. nndwegcn bcrüdmrerCnrcir und trrftiicher chirurgischer Werke merkwürdig.