s68 Sechstes und letztes Buch.
--- gar einer Festung vor, es war mit tiefen, mit
1545 Wasser angefüllten Graben und mit Wällen, wo
hin und wieder Schanzen und Redouten angelegt,wohl bewacht und voller Truppen waren, verthu»digt. Ungefehr in der Mitte dieses Landes lagein großer Flecken, genannt Mark, und die Eng»Länder hatten eine Besatzung darinn. Die Ge-meinschaft zwischen allen diesen Schanzen warsicher und schnell; so bald bey einer dieser Schan-zen ein Lärmen entstund, machten sich Soldatenund Bürger auf, alles lief nach den Massen undder Gegend zu, wo das Lärmen herkam. Nunkam es darauf an, sich dieser Landwehre zu be-mächtigen; und dieß war ein Unternehmen, dasRuhm.versprach, und alle jungen Herren wolltenAntheil daran haben: unter andern der GrafvonAnguien, dieser Ueberwinder von CerifoleS, der' unter dem Marschall dü Biez zu dienen ankam,nachdem er in Italien mit so vielem Ruhme Be-fehlshaber gewesen war; der Graf von Aumale,der seine Wunde bereits vergessen hatte, und nachneuen Gefahren rang; der Herzog von Nevcrsund der Graf von Laval, der bey dieser Gelegen-heit verwundet ward.
Brissac führte die Vortrupps» an, und hattedie leichte Reuterey und einige Gendarmcncompa-gnien unter sich: de Tais, commandirte die Fran-zösische Infanterie, wie bey dem Treffen von Ce-risolcs: diese Infanterie und diese Truppen desBriffacs waren es allein, die diese Landwehr be-zwängen. Die alten Französischen Truppen grif-fen