Band 
Vierter Theil.
Seite
280
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r8o Sechstes und letztes Buch.

Erzählungen von dem Tode der Fürsten zufrieden:einige haben gewollt, daß der Herzog von Orle-aus«), eben so, wie sein Vater, an einem ge.Heimen Geschwüre gestorben sey : andere, er seyvergiftet gewesen: denn in dergleichen Fällen mußwenigstens das Wort Gift genannt werden.

Aber man siehet an diesem Exempel sehr deut-lich, wie Krieg und Frieden die Neigungen derGemüther, und durch eine nothwendige Folge auchdie Ideen ändern» Ob gleich der Kaiser, nachdem Frieden von Crcspy, der allein dem Herzogevon Orleans zu Gefallen geschlossen war, in demTode dieses Prinzen einen merklichen Vortheil fin«den mußte, weil er sich dadurch entübrigt glaubenkonnte, das Mailändifthe, oder die Niederlandeabzutreten, so beschuldigte man ihn doch gar nicht,oder sehr wenig dieses Todes, da er doch im Jahri;z6. da er in dem Tode des Dauphins keinenVortheil fand, durch ein lautes allgemeines Ge-schrey, das der Nationalhaß, als eine blinde Fol-ge des Krieges gegen ihn ausstieße, wegen diesesTodes öffentlich angeklagt ward.

Der Herzog von Orleans war frölich*), bril-lant,

klopft, und die Federn davon auf sich und seine»Bruder gestaubt, und er sey aus diesem fatalenHause, für seine Spielerey gestraft und von derPest angesteckt gegangen. Xrnulä kerron ker. üsl-lie. !w 9. kraliciic. Valsk.

») dleiri. äs Du Lslls^. l.. ist*) Der Herzog von Orleans trieb die Schwärme«reyen seiner lchhesonnenheit und seiner ^Tapferkeit

so