Band 
Vierter Theil.
Seite
284
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284 Sechstes und letztes Buch.

gäbe. Was war seit dem Tractat von Crespyvorgegangen, warum sich die Umstände des Kai,fers verschlimmern mußten, und warum er aufewig an eine fremde und feindliche Familie so eineAbtretung thun müßte, in die er, aus Liebe gegenseine eigene Familie hätte willigen wollen? Dießwaren die Reden und die Foderungen des Kaisers.

Franz der Erste sagte Gegentheils, seine Rech«te auf das'Mailändische seyn gewiß: in dem Tra-ktat von Crespy habe er denselben anders nicht,als zum Besten seines Sohns entsagt; dieser Todsetze ihn wieder in seine alten Rechte, und er wäreunglücklich genug, daß er auf diesen Preis wiederin dieselben träte: hätte er aus Liebe zum Friedenzugegeben, daß sein Sohn das Mailändische, un-ter dem Titel einer Abtretung und eines Braut-schatzes erhielte, so wäre es deswegen geschehen,weil alle Titel des Genusses fast unbedeutend undgleichgültig wären, wenn man nur entweder selbst,oder in der Person eines andern, den man alssein Selbst ansehe, wirklich genösse; dieß wäreder Fall, wo man das förmliche aufopferte, umsich des wirklichen zu versichern. Sollte aberFranz der Erste deswegen, weil er das Unglückgehabt einen Sohn zu verliehren, auch die Rechtevcrliehren, denen er allein diesem Sohn zum Be-sten , und unter Bedingungen, die nicht mehrstatt finden könnten, entsagt hätte?

Dieß waren die Schwierigkeiten, diederToddes Herzogs von Qrleanö verursachte. Man fandsich in eben den Umständen, in welchen man sich

nach