286 Sechstes und letztes Buch.
^ was er verlangte, und da er sich fast versichert»545 hielt den Schmalkaltischen Bund demüthigen zu kön.neu, so sprach er gegen die Französischen Befand,ten etwas trotziger, und ließ sie gehen, indem erihnen kaltsinnig sagte, er habe keine Lust sich wie,-er in einen Krieg einzulassen, wo man ihn nichtdazu zwänge.
Diese Antwort war wirklich nichts, als eineSpökterey. Er, der unrechtmäßige, aber glück«liehe, der ruhige Besitzer der Staaten, die derGegenstand dieses Streiks waren, er sollte denKrieg nicht wieder anfangen; sondern Franz derErste mußte sein Erbgut wieder erfechten, dessenman ihn hartnäckig berauben wollte.
Der Kaiser sahe wohl, daßer durch dieseAnt«Wort den König in die Arme des SchmalkaltischenBundes werfen würde, allein er rechnete auf dieVerlegenheit, in welche ihn damals der Königvon England setzte*), dessen Truppen in der Pic«cardie noch den Krieg fortführten: und Franz, an«statt einen Angriff gegen den Kaiser zu wagen,dachte auch wirklich nur daran, wie er die Pro«vinzen, durch welche der Kaiser einen neuen Ein»fall in Frankreich thun könnte, in einen Verkhei«digungsstand setzen mögte: Feldzüge in entferntenLanden, weit aussehende Unternehmungen und Er^oberungen schmeichelten ihm nicht mehr: die Si^cherheit, die Glückseligkeit seiner Unterthanen be<<fchäftigten itzt hauptsächlich, ja ganz allein die
Sorge
.*) Der Friede mit England war damals noch nicht ge«schlössen.