Band 
Vierter Theil.
Seite
332
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zzr Dritte Abhandlung.

Enkel, Friederich der ll. führte gleichfals eine be-rühmte, aber sehr stürmische Regierung: es schien,er wollte den Sitz des Kaiserthums in Italien auf-schlagen. Die Päbste fiengen an zu beben, undlegten ihm tausend Hindernisse in den Weg: erführte einen hartnäckigern und unnützen Krieg mitihnen , und durch Begünstigung dieses Krieges ge-wannen die Völker Italiens unvermerkt ihre Frey-heit. Man sahe daselbst allenthalben kleine Staa-ten empor kommen/ und neue Republiquen auf-keimen. Diese Regierung kan man überhaupt alsden, der Kaiserlichen Autorität in Italien fatalenZeitpunct ansehen. Es daurete nicht lange, sogjeng das Schwäbische Haus unter, das König-reich Neapel und Sicilien, das ihm eigen war,siel an die Könige von Arragonim, die sich zu-gleich mit dem Hause Anjou darüber stritten: wiewir diese Sache in der Einleitung weitläufigerauseinander gesetzt haben.

Die Unruhen, die auf den Tod Friedrichsdes H. erfolgten, und ein Interregnum von zweyJahren, das vor der Regierung Rudolphs vonHabspurg vorhergieng, sind gleichsam die Wiegedes deutschen Staaksrechks. Die deutschen Stän-de eigneten sich nun vollkommen alle Souveraini«rätsrechte zu, die ihnen noch fehlten, und rissendie Domainen der Crone an sich. Alle zinsbareVölker, alle Vasallen schüttelten das Joch ab, dieKaift-liche Würde ward täglich vermindert, undendlich ganz verdunkelt. Es wurden fast keineReichstage wehr gehalten/ die Rechtshändel des

hohen