Band 
Vierter Theil.
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Z46 Dritte Abhandlung.

ne Vorgänger angewand, hatten die Anarchie,die Deutschland verwüstete, nicht heben können rdie Nachläßigkeit Friedrichs des lll. des Vatersdieses Maximilians hatte die zügellose Ausschwei-fungen vermehrt: Churfürsten, Fürsten, Edel«leute, Land, Städte, Bauren, alles waffnete sich,alles führte Krieg unter einander, und glaubte, eshabe Recht diese Kriege zu führen, so bald er nurdurch einen Fehdebrief angekündiget wäre. DieBecker aus der Pfalz kriegten mit den benachbar-ten Städten: und ein Koch und Küchenjungeschickten ihrem Herrn, dem Grafen von Solmseinen Fehdebrief zu. Frankreich hatte ehemalseben dergleichen abscheuliche Unordnungen erfah-ren, aber auch die Mittel gefunden sich früher da-von zu retten. Ucberhaupt hatte die FranzösischeRcgicrungsverfassung, die mit der deutschen ei-nerley Wiege, nemlich die Herrschaft der Caro«linger hat, auch lange Zeit eine und eben dieselbenMisbräuche erdulden müssen: der ganze Unterschiedbestehet nur darinn, daß von beiden Seiten ver«schiedene Mittel angewand sind, diesen Misbräu-chen abzuhelfen.' Der Ausgang hat gewiesen,daß Frankreich den sichersten Weg erwählt hat, daes die ganze Autorität allein in der Person des Kö-*m'gs vereiniget hat, da inzwischen Deutschland oh-ne Unterlaß die Autorität seines Hauptes getheilt,und geschwächt, und sein Uebel eben durch die Mit-tel verschlimmert hat, die es zur Hebung derselbenanzuwenden glaubte. Man hat gesehen, wievielVerbindungen und Liguen der Entwurf den allge-meinen