Band 
Vierter Theil.
Seite
350
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z zo Dritte Abhandlung.

verändert: große Kaiser haben zuweilen als un-eingeschränkte Monarchen geherrscht, und ihrepersönliche Ehre hat ihre Autorität unterstützt;aber die Früchte ihrer Arbeiten sind bey ihren un-würdigen Thronfolgern in der Blüthe verdorret.Carl der Vierte scheint der Gesetzgeber und einSouverain von Deutschland: und vier Churfürstensetzen seinen Sohn Wenceslaue ab. So hatte dieKaiserliche Würde und Autorität ihre Ebbe undihre Fluch: aber die mächtigen Dämme, die manderselben gleich Anfangs von weiten entgegen siel,lete, hernach immer näher und naher zog, habendieselbe endlich in den engsten Canal eingeschlossen.Die Sächsische Periode sahe die Vergrößerungder weltlichen Fürsten: die Fränkische, die Erhö-hung der Prälaten; in der Schwäbischen wuchsdie Macht der Städte: dieHabspurg-Lupemburg-und Bayerische Periode hat auf den Vorzug derChurfürsten das Siegel gedrückt, so wohl als aufdie Unabhängigkeit der Reichsritterschaft in Fran-ken , in Schwaben und am Rhein. Endlich hatdie Oesterreichische Periode zu verschiedenen Ver«ordnungcn und Einrichtungen Gelegenheit gege-ben, und in beiden bemerkt man allezeit die Ab-sicht einen doppelten Gegenstand zu erhalten, nein-lich i) die Wunden, die aus der Anarchie entste-hen, zu heilen, 2) die Kaiserliche Macht nichtallein einzuschränken, sondern fast gar zu vernichten.

Dieß ist, in so fern man aus einer MengeBegebenheiten einige bestimmte Ideen und Epo-chen ziehen kan,der stufenweise Anwachs, wodurch

dar