Band 
Vierter Theil.
Seite
393
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Fünfte Abhandlung.

Erstlich, sagt man, Marot, ein Poet, derzu diesen Zeiten lebte, hat die Untreue des Ven-tils in seiner 22. Elegie, die den Titel führt:Ou kicke Imoicunscke Leunne, 8ei-tzneur cle Leiubiun^sy bezeichnet. Marot führtin dieser Elegie den Semblanzay redend ein, der,nachdem er aller Gunstbezeugungcn, womit ihndas Glück überhäuft, angeführt hat, hinzusetzt:

lVluis cepunciant in main Zaucke rres orcksLecrerement me kloir nne corcie,

(^u'nn cie meölerts, ^oui luuver tu )LuneÜetz^ inile su cvu cle ma bjuncke vieiiieÜe.

Ich antworte 1) hier wird weder Gcntils, nochder gcstohlnen Quittung gedacht; dieser ganze Zugist so schwankend, daß er für so eine Historie ei-nen zu schwachen Grund abgicbt.

2) Die natürliche Bedeutung dieser Wortezeigt an, daß der Mensch, der den Semblanzayverrieth, eö bloß deswegen that, damit er demTodesurkheil, das ihm selbst drohete, entgehenmögte: aber welche Wahrscheinlichkeit, daß Gen-til, wenn er sich gcwegert hätte, die Quittung zuentwenden, würde gehenkt worden seyn; vielmehrwar es wahrscheinlich, daß er einmal, wenn er indiese Verräthercy willigte, und ste entdeckt werdensollte, gehenkt werden würde, wie man denn will,daß cö deswegen geschehen sey.

z) Diese vier Verse bezeichnen, nach der Mei-nung und dem Sinn des Poeten, so wenig die

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