404 Fünfte Abhandlung.
düng stund, und folglich auch mit dcm Hofe, mußgleichfalö mehr gelten , als so ein unbekannterMensch, als dü Beuchet: und die Gleichförmig»keit und Uebereinstimmung, zwischen den beidenErzählungen von Veaucaire, und dü Bellay be-stärkt des einen und des andern Zeugniß. Ma-rillac denkt so, wie ste beide, in Absicht auf denSurintendanten. Scheint Marot mit dem düBouchet übereinzustimmen, was kan denn dasverwirrete, ungewisse, und übel aus einander ge-setzte Zeugniß eines Poeten, der Begebenheitenvoraussetzt, ohne sie zu erzählen, gegen die ver-einigte Menge der Geschichtschreiber beweisen, diedie Unschuld desSemblanzay bezeugen? Und waswar überdem das Verbrechen, das man dcmSemblanzay sckuld gab? Die Durchdringungder Gelder,die zum Italiänischen Feldzuge bestimmtwaren, und eine verläumdcrische Beschuldigungder Mutter des Königs, als ob dieselbe die Gel-der untergeschlagen. Dieß war der Gegenstanddes Processes, und die Quelle des Zorns des Körnigö, und der Herzoginn von Angouleme gegenden Surintendanten. Dieser Verbrechen mußteer überwiesen werden. Was ist daran gelegen;ob die Wuth seiner Feinde, und die Niederträch-tigkeit seiner Richter durch die strengsten Untersu-chungen, es so weit gebracht, daß ste ihn einigerGewaltthätigkeiten, die mit dem Processe nichtsgemein hatten, haben überweisen können? Eswürde noch allezeit dieß fest bleiben, daß er inAbsicht auf das Haupkverbrechm, über welches
er