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Der Cicerone : eine Anleitung zum Genuss der Kunstwerke Italiens / von Jacob Burckhardt
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180
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IgQ Frührenaissance. Florenz . Kirchen und Klöster.

Beleg, wie sehr bisweilen auf Bemalung der architektonischen Gliedermit Arabesken (hier weiss auf braun) gerechnet wurde. Die (neuere)a Hauptkirche selbst gering und ungeschickt. Vom Anfang des XVI-Jahrhunderts der kleine Hof des Scalzo (unweit S. Marco), phan'tasievoll in wenigen Formen durch die blosse Stellung der Säulen.bEin anderer artiger kleiner Hof als Eingang der Confrat. di S. Pietrocmartire (unweit der Annunziata, selten offen). Ein Klosterhof heid S. Girolamo 1528. Baulich nicht bedeutend die beiden Höfe von Og'nissanti; in den vordem ragt das linke Querschiff der Kirche aufegothischen Bogen malerisch herein. Die drei kleinern Höfe vonS. Maria novella, aus verschiedenen Zeiten des XV. Jahrhunderts.fDer zweite Klosterhof al Carmine (1490), unten gewölbt, oben nd tflachem Gebälk auf Consolen, beide Stockwerke ionisch. Aus demff XVI. Jahrhundert die jetzige Gonsdarmerie, ehemals Kloster S. Ca'h terina, auf Piazza S. Marco. Die Kirche San Felice, vielleicht voniMichelozzo selbst. Die zierliche Sacristei von S. Felicita (1410))k mit besonders hübschem Chörchen. Der schöne Vorhof der Annun'ziata, möglicher Weise von dem iiltern Antonio San Gallo (s. unten))von welchem der mittlere Bogen an deren Aussenhalle herrührt. (P etRest dieser Aussenhalle erst seit 1600 von Caccini .)

Von Palästen und Privatgebäuden ') dieses Styles sind hier z u1 nennen: Pal. Giugni-Canigiani (Via de' Iäardi X. 1333) mit einem Hof

*) Der Verfasser kennt die Landhäuser um Florenz nicht genau genug, uin siehier dein Styl nach einreihen zu können. (Villa Michelozzi auf Bellosguard 0hat wenig Altes mehr an sich.) Immerhin muss er den Architekten die W°°'derungen vor sämmtlichen Thoren der Stadt in möglichst weitem Uinkrei 5dringend anempfehlen. Von den stattlichen (nur ausnahmsweise prächtige 0 *Villen bis zum Bauernhause herab werden sie hier eine Fülle ländlie* 1 'schöner Baugedanken antreffen, die eben nur in der Heimat der moderne 0Baukunst so beisammen sind. Was in der römischen Umgegend Vorhände 0ist, zeigt theils mehr den schloss- und palastartigen Charakter, theils oie ' ,rbäurische Formlosigkeit. Die Gebäude um Neapel sind bei oft grossem m°l e ~rischem Reiz insgemein klein und formlos, diejenigen um Genua auffalle 01 *städtisch. Die Villen der Venezianer an der Brenta , zum Tkeil Anlagen de*Falladio, sind dem Verfasser nur aus Abbildungen bekannt. Florenz alle 10möchte in seiner Umgebung mehr praktisch Anregendes in dieser Gattu°ff

besitzen als das ganze übrige Italien . Doch muss auch den Villen 10

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