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Der Cicerone : eine Anleitung zum Genuss der Kunstwerke Italiens / von Jacob Burckhardt
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Paris Bordone. Tintoretto .

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der zweiten Hälfte des XVI. Jahrhunderts, als alle anderntia Ü ' 6U * n *^ en ^ e f sten Verfall gerathen waren, hielt sich die vene-j " lSc he noch in einer bedeutenden Höhe durch die grössere Vernunft

*He ^ ea ^ e dler, durch die Unerschöpflichkeit des Naturalismus und durchSie Praxis der Reizmittel des Colorites. Trotzdem macht

, Jetzt einen wesentlich andern Eindruck. Wir verspüren das Werk

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ganzen Schule, die Ausmalung des Dogenpalastes, auf das Ende

nennen hier zuerst die übrigen Werke der betreffenden Künstler.c öer erste, welcher der Schule eine neue Richtung gab, war J a -’f .^ 0 Tintoretto (eigentlich Robusti, 1512—1594). Früher Schülere ?!an s und von Hause aus sehr reich begabt, scheint er ganz richtigaJl^en zu haben, woran es in Venedig fehlte, und drängte nunj. ° l ne mächtig bewegte, dramatische Historienmalerei hin. Er stu-gii 6 ■'Michelangelo , eopirte auch bei künstlichem Licht nach Gypsab-jj Se O und Modellen, nicht um seine venezianische Formenbildung zu^ ea Usiren, sondern um sie ganz frei und gelenk zu machen für jede5 %abe und um ihr durch die wirksamsten Lichteffecte eine neues ^ eu tung zu geben. Glücklicherweise blieb er dabei in seinem tief-^ Wesen Naturalist. Jene Verschleppung der Manieren der römi-j[. e h Schule blieb wenigstens der guten Stadt Venedig erspart. Unter^ ese h Umständen büsste er bloss das venezianische Colorit in vielens ich° r ^ rep k e e * n > a * s ' w< dch es mit der starkschattigen Modellirung an^ Unverträglich ist, auch vielleicht bei Tintoretto technischen Neue-^Sen unterliegen musste. Man darf sich wohl wundern, dass in so

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Fällen seine Farbe überhaupt gerettet, ja dass ein Helldunkel

fanden ist. Manches freilich erscheint ganz entfärbt, dumpf, bleiig.tu- ^ ar er nun aber der Poet, welcher das Recht geliaht hätte zu^ 1,le n grossen Neuerungen ? Es steckte in ihm neben vielem Grossenau ch eine gewisse Roheit und Barbarei der Empfindung; selbsty 116 künstlerische Moralität schwankte oft, sodass er bis in die ge-s 1 Ssen l°seste Sudelei versinken konnte. Es fehlt ihm die höhere Ge-uchkeit, die der Künstler, besonders bei Wagnissen und Neuerun-’ s ich selber geben muss. Bei seinen Ungeheuern Unternehmungen,. a n bemaltem Quadratinhalt vielleicht das Zehnfache von dem aus-u e n, was die Frucht von Tizians hundertjährigem Leben ist, kommt