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NUN einem Privatmanne aus dem Elsaß . Die Straßen nach Rich-tenSwcil und gegen die Secfarn, die Wege auf den Hcrrlisbcrg, aufWpden, Bühlenebnct, Scnnweid und zu den Ruinen von Altwädcns-wcil sind höchst bcsnchenSwcrthe Spaziergängc. Auf allen biete» sichreizende Ausblicke dar; insbesondere sind HerrliSberg und Wyden fürihre Fernsichtcn bekannt. In diese Genicinde gehört die HalbinselAu, die noch vor wenigen Jahren als ein schönes Scitenstück der aus-gezeichnetesten kleinern Inseln und Halbinseln betrachtet werden dnrfte,indem sie nach dem See hin durch eine herrliche Waldung geschmücktwar. Als es sich um den Verkauf der dasigcn Staatsdomaine handelte,redete cinUnbetheiligtcr diesem Prachtstücke mit Wärme das Wort ; alleinseine Stimme verhallte. Wädensweil oder vielmehr seine tonangeben-den Bürger ließen das Staatsgut fahren, nur auf den Gewinn schau-ende Käufer erstanden es, und der mit den von der vollendetesten Cul-tur ganz gewonnenen beiden Secnfern in höchstem Contraste stehendenatürliche Park wurde zerstört, — die An, um recht prosaisch zu re-den, in einen geschorenen Pudel verwandelt. Dem Geognosten zeigtdiese Halbinsel an der Mittagsscitc die Spuren gewaltiger Erdkata-strophen in ihren Schichtungen, wo vor kaum zehn Jahren noch Kno-chen verschwundener Nrthiere und Waffen aus einer unbekannten Zeitgefunden wurden. Am nordwestlichen Ende der Au, landeinwärts ge-legen, ist ei» mit Einsicht bewirthschaftetes Landgut. Das dazu ge-hörende Gebäude hatte General Johann Rudolf Werdmüller erbaut,welcher, wie Heinrich Fnßli benicrkt, ein tansendlustigcr Kauz war,der eines Tages in seiner Au einen gedungenen Burschen unter aller-lei Zauberformeln auf einen Kirschbanm bannte und durch diese na-türlickw Magie die Obstdicbe aus der Nachbarschaft von weiten»Stehlen aus immer abhielt. Jetzt wird dieses Haus im Sommer alsein beliebter Lnstort fleißig besucht. Gleichwie in dem größten Theileder übrigen Secgegcnden, durchkreuzen sich in Wädensweil die ver-schiedenen Classen des bürgerlichen Lebens, vom größer» Kaufmanneund Fabrikanten bis znm einfachsten Bauern und Hirten, jeder inseiner L-phäre unabhängig! doch nirgends ist mehr nrbancs Leben alshier. „Wohlstand und Ücbcrflnß, Folgen des arbeitsamen Fleißes,haben nach und nach den Einwohnern eine städtische und kostbare Le-bensart angewöhnt, zugleich aber auch die schädlichen Folgen der Vcr-schwcnknng und Ausschweifungen gebracht. Alle Arten von Aufwand,Ergötzlichkcit, Lust- und Knnstübnngen (nur die Kleidcrpracht aus-genommen) sind hier anzutreffen", schrieb Conr. Fäsi vor achtzig Jah-ren. Wädensweil war 1646 der Mittelpunkt eines BolkSaufstandeS,der sich wegen der Gntsteuer erhoben hatte. Auf mißverstandene Do-cumcnte gestützt, machten seine Bewohner Ansprüche auf daö Bürger-recht der Stadt Zürich , durch welche Ansprüche auf Vorrechte dasübrige Landvolk ihnen desto abgeneigter geworden. Vier Anführerwurden enthauptet, der Herrschaft Wädensweil das Blntgericht ent-zogen, auch das Hochgericht in den See versenkt. Und in den erstenTagen der Unruhen im Jahre 1864 ward das schöne Schloßgcbändedurch den zwecklosesten Frevel in Brand gesteckt, zehn Jahre hernachaber wieder aufgebaut. S. auch I. 24, 87, 187, 284, 236, 242, 258,262,288,386,311,312,318, 317,318,331,339, 358, 363. II. 22,73,81,110, 111, 125, 144, 153, 154, 237, 244,363,367,373,378,379.381,386.