Band 
Zweiter Band.
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gewesen wären; zum allermindesten wäre er abgeschnitten undweit ab von dem Feldmarschall zurückgeworfen worden. DieBewegung Dwernicki's in seinem Rücken hätte seine Stel-lung noch verschlimmert, und, außer Stand gesetzt, sich mitDistbitch bei Siedlce zu vereinigen, wäre er gezwungen wor-den, den oberen Bug zu gewinnen, und den ganzen Südendes Königreichs Polen aufzugeben. Unsere Verbindungenmit Volhiinien wären von nun an sicher und leicht gewesen,und wir hätten bald eine gedoppelte Streitmacht auf dieserSeite gehabt.

Wir hatten so eben den Brückenkopf bei Potyeza vollen-det; wir waren Herren des Weichsellaufs; der General Paczog sich auf Osick; das Land war offen; nicht Ein Mosko-witer ließ sich sehen: er ging nach Stoczek. Aber Distbitch,der die Brücken über den Wieprz zerstörte, und daö zusam-mengebrachte Material, um eine Brücke über die Weichsel zu schlagen, verbrannt hatte, zog jetzt nach Siedler. Packam zu svät, als daß er seinen Marsch tzätte beunruhigenkönnen. Ohnehin schrieben ihm seine Instruktionen vor,den rechten Flügel Skrzynecki's zu unterstützen, welcher da-mals auf der Straße von Warschau nach Siedlce stand, sowie Potpcza nicht zu entblößen, welches der General Krcutzbedrohen konnte, dessen Stellung und Streiterzahl man nichtgenau anzugeben wußte. Er machte Halt, und stellte sichlinks an Latowicz, rechts an Garwolin auf, ohne mehr alsEine russische Division vor sich zu haben, welche sich zu Lu-kow befand, stufenförmig zwischen Distbitch und Kreutz po-stirt. Er konnte sie nicht angreifen, denn wenn er gegen siemarfchirte, hätte er den Kreis der Verkheidigungsoperationenverlassen, in welchen man ihn gebannt hatte. Gezwungen,mit lauter neuen und schlecht bewaffneten Truppen, sich vorHandstreichen, welche vielleicht seine Division getrennt hät-ten, zu hüten, schickte er sich an, jedem Ueberfall zuvorzu-kommen. Er ließ alle Abende sein Fußvolk in Karrst kam-piren, und die Nacht unter den Waffen. Bei solchem Stand