Band 
Zweiter Theil.
Seite
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Bataillon Wurstemberger, von drei Seiten zugleich mit Ue-bermacht angefallen/ wehrte sich heldenmütig; bald wurdenaber die Bernerschen Kanonen erobert/ der Oberst nebst meh-rern Offizieren verwundet und gefangen/ die Hülste der Sol-daten getödtet. Die Uebrigcn zogen sich zurück/ in der Hoff«nung bei Bcttlach und Selzach / da wo das Schlachtfeld ge-wählt worden war/ Unterstützung zu finden, Hn den Dör-fern wurde Allarm geschlagen; schauerlich tönte die Sturm-glocke von den Kirchthürmen durch die weite Gegend/ Weiberund Greise/ Blessirte und Gesprengte / Kanonen und Wageneilten rückwärts/ während die Mannschaft/ ohne Verhaltsbe-fehl, vorwärts marschirte gegen-Lengnau .

Wäre die Position zwischen dem Gebirg und der Aareverschanzt und sämmtlichen Truppen zum Sammlungspunktangewiesen worden/ so würde dieser Ueberfall sicherlich nichtdie verderblichen Folgen gehabt habe»/ welche in dieser Ver-wirrung unvermeidlich statt finden mußten. Schon hattendie Franken alle Anhöhen besetzt, worunter vorzüglich dieKapelle zwischen Lengnau und Grenchen , und.eine starkeKolonne rückte aus der großen Strasse vor. Die Solothur-rier, von einem bösen Geist geleitet, verließen ihre Posten;die Werner rctirirten ohne Plan und Zusammenhang, bloshier und da schlug man sich Truppenwcise mit großer Hart-näckigkeit. Endlich traf der kommandirende General ein;die Verwirrung hatte aber den höchsten Gipfel erreicht und erstauf dem GlaziS von Solothurn sormirte sich die MannschaftWieder in Reihe und Glied.

Unerwartet waren die Werner angegriffen worden, dennlu der gleichen Nacht sollte die entworfene Offensive ausge-führt werden, und ihre Truppen hatten Befehle erhalten rAlles zum Aufbruch in Bereitschaft zu setzen. Eine Stunde vorMitternacht berichtete eine zweiteOrd^e:daß neuerdings inPe-terlingen am Frieden gearbeitet werde, und gegenwärtignichts zu befürchten sey." Der Gegenbefehl war vermuthlichdem Detaschement, welches die Bernerischcn Dörfer Ligerzund Twan jenseits vom Vielcrsee besetzte, nicht zugekommen.Als daS lebhafte Kanonenfeuer bei Lengnau anfieng, bestiegdasselbe den Tesscnberg, um über Zlfingcn dir Strasse

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