sei» für Menschen und Thiere war gerade um diese Zeitzu dem Grade gestiegen, daß man mit unsäglichen Ge-fahren und Anstrengungen aus einer Entfernung von 2c>Stunden kaum so viel herbeizuschaffen vermochte, alsdie höchste Nothdmst heischte. Die hierzu beordertenAbtheilungen durchzogen das Land iu verschiedenen Rich-tungcn. Während Einige derselben gegen Castello Bran-co, ja bis in die Gegenden zwischen d:n Ufern der Cei-ra und Alva vordrangen, wagten sich sogar Andere aufschwachen Flößen, nicht geschreckt durch das feindlicheArtillerie« und Kleingewehrfener, von dem sie wie voneinem Hagelschauer überschüttet wurde», auf die In-seln bei Figueira an der Mondegomündung, um denhier von den Verbündeten aufbewahrten Mundbedarfmit gewaffneter Hand wegzunehmen. Wenngleich diesekühnen Unternehmungen zum Theil glückten; so gewähr-ten sie doch oft auch so geringe Ausbeute, daß nichteinmal die ausgesandte Mannschaft bis zur Wiederkehrins Lager für daS Nöthigste hinlänglichen Bedarf fand.Dagegen traf man auf der mannigfaltigsten und grau-envollsten Spuren des gräßlichsten Hungers. GanzeDörfer waren ausgestorben; in den Häusern lagen hin-gemordet von diesem gewaltigen Würger die Bewohnerauf faulendem Stroh, bereits der Verwesung Bente,die den Dunstkreis weithin mitPesthauch erfüllte. Nurdie Landschaft, in der sich Claparede seit feiner Nück-bewegung auf Clorico in fast täglichem Kampfe herum-trieb, war bisher von diesen Gräueln verschont geblieben.Allein dennoch lag es, ungeachtet der glänzenden Vor-theile, die er in der zweiten Hälfte Februars über
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