2v6
und Reynier sich wieder vereinigt und den Ort den Flam»wen übergeben hatte, in der Nacht seinen Rückzug inder Richtung von Foz de Arouce nach der Ceira fort, dieer am r5. Morgens erreichte. Dieser Fluß, allcnthastben durch steile Ufer eingeengt und mit großen Felsstü-cken besäet, sonst seicht, jetzt aber wegen des schon seiteinigen Wochen anhaltenden Regenwctters ein tiefer,reißender Strom, bot, außer der beschädigten Stein-brücke, nur noch zwei, wiewohl sehr gefährliche Ueber-gänge in den etwas oberhalb derselben befindlichen Fur-ten. Es verstrichen mehrere Stunden bis zur Wiederher-stellung der Brücke; indeß benutzte man diese.Untiefenund bildete, um die Gewalt des Flusses zu brechen, eineLinie Reiterei quer durch denselben. Nichts destowenigerfanden Viele den Tod in dem wilden Gewässer; beson-ders aber traf dieses traurige Geschick an Tausend derschwachen Kranken und Verwundeten, die mit ihren halb-verhungerten Eseln, auf denen sie sich bisher mit nnsäg,licher Mühe fortgeschleppt, hülfloS untersanken. Nurdiejenigen retteten ihr armseliges Leben, welche entwederüber die Brücke gingen oder von der Cavallerie auf diePferde genommen wurden.
Kaum war der Uebergang beendigt, als der FeindNachmittags drei Uhr erschien. Er traf die Französische Armee zu seinem Empfange nicht außer Fassung. Siestand bereits auf dem rechten Ufer in Schlachtordnung:das zweite Corps auf dem linken Flügel, das achte aufdem rechten, das sechste im Centrum, die Hauptmasseder Reiterei rückwärts auf der Straße von Ponte deMurcella. Zur Vertheidigung des linken Ufers, welches