Band 
Dritter und letzter Theil.
Seite
313
JPEG-Download
 

IiU

Hat gleich die unparteiische Geschichtsdarstellungdas Eigenthümliche, daß sie den besonnenen und den-kenden Leser unvermerkt auf den rechten Staiwpunctder Beurtheilung des Geschehenen stellt und somit jeg-liches weitere Raisonnement als ein mehr oder minderbeliebiges Versichern ausschließt; so dürste doch in ei-ner Geschichte, wie die gegenwärtige ist, in welchernothwendig der Blick oft von den bloßen Begebenhei-ten ab und zu dem mehr Scicutisischen hingelenkt wird,wohl eine kurze Betrachtung des Verfahrens des Gou-verneurs von Tarragona und seines Gegners, des Mar-schalls Suchet, am rechten Orte seyn.

Wie auch andere früher*) deßfalls geurtheilt habenmbgcn — wir wollen unsere Ansicht unbefangen ans-zusprechen suchen.

Wer trägt die Schuld der entsetzlichen Gräuek, wel-che nach dem Sturze Tarragona's über die unglücklicheStadt und ihre Besatzung kamen — ihr muthiger Ver-theidiger, oder ihr energischer Eroberer? — Wer hatRecht, dieser, indem er jenem Vorwürfe macht, oderjener, indem er sich zu rechtfertigen sucht? —

Die Fragen, dünkt uns, lasten sich nur dann befriedi-gend und unparteiisch beantworte», wen» zuvor gewisseallgemeine Vorfragen ihre Erledigung gesunden haben.Solche Vorfragen sind „Giebt es ein Recht des Krie-

Jenes in seinem öden angeführten Werke, THU r., von Seit«zg— SarraM in seiner Geschichte der KriegS in Spanien undPortugal , (Teutsche Uebersctz. Leip». «on Seite »s» — IK8.