176 E O KN
78. Gewoͤhnlicher iſt jezo ein Fernrohr mit Faͤ-den in ſeinem Brennpuncte; wird dieſes ſo geſtelltdaß einer dieſer Faͤden, ſich in der Verticalflaͤcheuͤber der gezogenen Mittagslinie befindet ſo kannman nach(75) auch pruͤfen ob dieſe Verticalflaͤche,die eigentliche Mittagsflaͤche iſt.
Wenn man das Fernrohr um eine horizontale A-re, in der Mittagsflaͤche drehen, und ſo in jederHoͤhe befeſtigen kann, ſo laͤßt ſich daſſelbe nach un-terſchiedenen Sternen die durch den Meridian ge—den, oder nach der Sonne an unterſchiedenen Mit-tagen richten. Das giebt das Fernrohr in derAlitagsflaͤche, beſchr. in Smiths Lehrbegr. d.Optik 3 B. F. Cap. Inſtrument des paſſages. DieAre kann zum Unterſchiede der Axe im Fernrohre;eine Querare heiſſen.
79. Gehoͤrt das Fernrohr an einen Quadran-ten der immer in der Mittagsflaͤche unbeweglichbleiben ſoll ſo wird man dieſen Quadranten an eineMauer die in der Mittagsflaͤche aufgefuͤhrt iſt befe-ſtigen.
Dergleichen Quadranten hat ſchon Tycho ge—braucht Aſtronomiae'nſtauratae Mechanica.
Jezo iſt das Muſter ſolcher Mauerquadrantender zu Greenwich den Smith umſtaͤndlich beſchreibtLehrbegr. 3. B. 7. Cap.
Der goͤttingiſche iſt jenem aͤhnlich, nur etwaskleiner 6 engl. Fuß im Halbmeſſer.
80 Zur genauern Kenntniß des Mechaniſchenbey Mauerquadranten, gehoͤren ein paar Schriften,
des