Band 
Zweyte Sammlung.
Seite
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N Se 275

35 Mauer ſchlaͤgt vor, das Glas ganz mitTuſche zu uͤberſtreichen, ſolche trocknen zu laſſen,und, mit ei nem Federkiele der wie zum Schrei-ben, mit einer ſchmalen Spitze, aber ohne Spaltgeſchnitten iſt, Streifen von dieſer Tuſche ſo wegzunehmen, daß parallele Knien ſtehen bleiben.

36. An einem kleinen Quadranten, auf hieſi-ger Sternwarte, befindet ſich ein Fernrohr etwavon 17,5 rheinlaͤndiſchen Zollen Brennweite, inwelches Mayer ein ſolches Mikrometer geſetzt hat.

Ich habe es nie herausgenommen, weil ſich dieStriche leicht verwiſchen, wenn man das Glashandthiert. Es ſind ſieben Parallelſtriche, die al—ſo ſechs Zwiſchenraͤume enthalten, mitten durch ſiegeht einer ſenkrecht.

37. Den 8 Hornung 1764 um 10 Uhr vorm-fand ich daß der verticale Durchmeſſer der Sonne,beſtaͤndig 5 Zwiſchenraͤume einnahm, auch zwi-ſchen unterſchledene Parallelen gebracht. Er wardamahls nach den Wiener Ephemeriden, 32283.Dieſes mit 5 dividirt giebt fuͤr einen Zwiſchen-raum 6“ 29“, 66. a

Alſo giebt dieſes Mikrometer ſcheinbare Groͤſ-ſen unmlttelbar nicht genauer als auf 63 Minu-ten, was dazwiſchen faͤllt, muß man ſchaͤtzen.

38. Man kann alſo annehmen, daß drey Zwi-ſchenraͤume 19“ 29“ zugehoͤren, oder, die Tangen-te dieſes Winkels ſind, die Brennweite fuͤr denSinus totus genommen. Das giebt nach(35)

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