Buch 
Geschichte der griechischen Astronomie bis auf Eratosthenes : von J.K. Schaubach
Entstehung
Seite
54
JPEG-Download
 

angeführten Gründen wohl selbst nicht genauererklären. Er liefs übrigens die Elemente darausdurch Verdickung und Verdünnung entstehn.Aristoteles führt Philosophen an, zu denen Tie-demann den Anaximander mit Recht zählt, wel-che das Unendliche für ewig und unveränderlichannehmen (Phys. III, 4 ). Dieselben sind es al-so auch wohl, welche behaupten , es sey feinerals Wasser und dichter als Luft (Aristot. de coe-lo III, 5), oder, wie an einer andern Stelle(Phys. I, 4) steht, dichter als Feuer, und feinerals Luft. Beyde Stellen scheinen zwar nichtganz mit einander übereinzustimmen, und viel-leicht die eine Lesart nach der andern abgeän-dert werden zu müssen; doch mag ich darübernicht entscheiden. Die erste Meynung wirdnoch einmal wiederholt, und würde sich gut anThaies Vorstellung anschliessen. Dagegen wür-de das Feuer natürlicher als die leichtere Mate-rie angesehen werden können, und das Wasserals verdichtete Luft. Dieses bestätigen zwey an-dere Nachrichten. Bey Plutarch (de plac. phi-los. III, 3) erklärt nemlich Anaximander Don-ner und Blitz aus der Luft, welche in eine dich-te Wolke eingeschlossen sey und wegen derLeichtigkeit auf einmal hervorströme. Auchdas Meer hält er (III, 16 ) für ein Ueberbleibsel

von

iSi