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Geschichte der griechischen Astronomie bis auf Eratosthenes : von J.K. Schaubach
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90
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Widersprüche, und wenn auf irgend eine Ver-anlassung die Phantasie mit ins Spiel kam, indie abentheuerlichsten Muthmafsungen. Aberauch dann noch, wie die Erfahrung ihn nachund nach belehrte, dafs nicht alles so'seywie es beym ersten Anblicke erscheint, konnte

man sich nur auf unvollkommene Wahrneh-

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ttmngeu stützen.

Die ersten Untersuchungen der Philoso-phen betrafen daher immer nur die Materieund die Bewegung, wobey die Weltkörper nurgelegentlich betrachtet wurden, um die Artzu zeigen , wie sie sich aus dem rohen Urstoffeentwickelten. Diese einzelnen W ahrnehmun-gen nun führten Thaies aus der dunkeln Vor-stellung der älteren Zeit auf Wasser, Anaxi-menes auf Luft, und Heraklit auf Feuer,Andre glaubten sich dabey nicht beruhigen zukönnen, und nahmen ihre Zuflucht zu höherenAbstraktionen, Anaximander zu dem Unbe-gränzten, einem Mitteldinge zwischen Feuerund Luft, die Pythagoräer zu den Zahlen,Leucipp und Demokrit zu ihren Atomen, Em-pedokles zu ähnlichen kleinen Theilchen derMaterie, und die Elentiker zu einem unverän-derlichen Keulen, das den Raum erfüllt.

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