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Ueber die Bewegung, als] Ursache allerVeränderungen in der Natur, war man ebenso verschiedener Meynung. Die Eleatikerleugneten dieselbe ganz. Bey den Ioniern,Ueraklit, Empedokles und den Atomisten lagsie in den Principen, bey den Pythagorüern inder Weltseele. Auch gehört diesem Zeitalter,wenn ich nicht sehr irre, schon die Vorstel-lung vom Schweren und Leichten, wie sienachher von Plato deutlicher auseinanderge-setzt wird. Wenigstens scheint Heraklits Mey-nung darauf hinzuweisen, dafs jedes der vierElemente aus einer innern Nothwendigkeit sei-nen Ort im Welträume einnehme, das Feuerschwebe ganz oben, und suche, wenn es durchirgend eine Kraft herab gedrückt w r erde, wie-der nach dem ihm natürlichen Orte zu kom-men. Auf dieses folge die Luft, dann dasWasser, und der unterste Ort, welcher derErde eigen war, hiefse dann verhältnifs-miifsig gegen die übrigen entweder zugleich dieniedrigste Region, wenn man sich die Erdeals die Ebne dachte, auf welche sich das Him-melsgewölbe stütze, und in welchem die übri-gen Elemente schweben, oder man mufstedafür die Mitte der Welt annehmen, wennman sich den Himmel als eine Kugel dachte,
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