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Geschichte der griechischen Astronomie bis auf Eratosthenes : von J.K. Schaubach
Entstehung
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118
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nolog. pg. 87) fast in der Mitte des fünftenJahrhunderts nach Christi Geburt finden wirdasselbe wirklich gebraucht (*). Sonach müs-sen wir in der gegenwärtigen Periode das Zeit-maafs und die Zeitbestimmung auf eine andreArt zu erklären suchen, und es bleibt keinandres Hülfsmittel übrig, als bey jeder Beobach-tung zu dem Himmel selbst seine Zufluchtzu nehmen und die Zeit einer Beobachtungdurch ein Stück von einem Bogen eines gröfstenKreises auszudrücken. Der gebräuchlichsteund bequemste derselben ist wohl der Aequa-for. Hierzu gehörte aber eine genaue Kennt-

nifs

{*) Sextus Empirikus (advers. Mathem. l.V) zuEnde des 3teil Jahrhunderts nach Christi Geburt bezeugt zwar, dafs die Chaldäer an einer Was-seruhr den Aufgang eines Sterns bemerkt unddadurch die Zeit bis zum folgenden Aufgang ge,messen hätten. Es ist hierbey' nicht bemerkt,wann sie dieses gethan haben. Da die frühe-ren Griechen davon schweigen, ja die Wasser-uhren ausdrücklich verwerfen; so läfst sich mitziemlicher Wahrscheinlichkeit behaupten, dafsSextus Empirikus von seiner Zeit spricht.Sollte wohl, wenn die Chaldäer so frühe in demBesitze dieser Hülfsmittel waren, und die Grie-chen von ihnen lernten, der Gebrauch dersefiben nicht früher in Griechenland bekannt ge-worden seyn ?