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Geschichte der griechischen Astronomie bis auf Eratosthenes : von J.K. Schaubach
Entstehung
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504
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fängt sein Ver7eiclinifs mit dem Krebs an, Pto-lemäus mit der Herbstnachtgleiche.

Die Mondscyklen führten die Philosophenund Astronomen auf den Gedanken, auch nochbey den übrigen Gestirnen solche Perioden zuversuchen, und so entstand das grofse Jahr,welches aus ganz natürlichen Gründen sehrverschieden angegeben wird. Von den wenig-sten daauf sich beziehenden Hypothesen läfstsich aber errathen, worauf sie sich eigentlichgründen. Der angebliche*Plutarch (de plac.philos. IH, 62) sagt uns, dafs Diogenes einesolche Periode von 365 Jahren gelehrt habe*nach Censorinus nahm Linus und Demokrit eine dergleichen von 10800, Arretes Dyrrachi-nus von 5552 Jahren an. Aristoteles erklärt(Censorinus a. a. O.), dafs die Periode ein gro-fses Jahr genannt werden müsse, wenn Sonne,Mond und die fünf Planeten wieder in einergewissen Stellung, welche sie anfänglich hat-ten, zusammenträfen, und dafs alsdann eineRevolution auf unsrer Erde vorgehen müsse,ohne die Gröfse dieses Zeitraums anzugeben.Seine Behauptung war also blofse Spekulationund Muthmafsung. Auch die Platoniker, jaPlato selbst, lehrten etwas ähnliches und gabendadurch zu dem bekannten platonischen Jahre

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