Vom Straßen-Bau. 6z
verfertigt. Man kann auch die Ramme!« Maschine aufzwey Schiffe, Pramen oder Flöße setzen, damit der Pfahlzwischen beyde durch eingerammelk werden kann, wobey essich von selbst versieht, daß die Köpfe und Fälst, zur Ver-bindung der Querbalken, vorher auf dem lande zugerichtetseyn muffen. Wer von dergleichen Bau noch keine Kennt-niß hat, kann sich bey den Müllern am besten Raths er-holen.
§. H 9 . Man kann auch, von sogenannten Wasser-Faschinen, durch den tiefsten Morast einen Damm machen,wenn man nemlich deren so viel hineinwirft, bis der Dammetwas übern Morast hervorgehet, die Oberlagen der Fa-schinen alsdenn etwas gleich macht, und dann eine halbe El-le Schutt darauf führet und einstampfet. Wasser-Faschi-nen aber sind nichts anders, als starke Reiß-Knittel, wor-ein man Steine mit eingebunden, oder daran befestiget hak.
§. r ro. Bey Anlegung und Verfertigung eines ganzNeuen Weges, dergleichen man zum öftern, theils zur Unter-haltung der Communication eines Eorps mit dem andern,theils zu einem sichern Rückzüge machet, muß man alleWiesen und Felder, über die man ihn führen will, sorgfäl-tig untersuchen, diejenigen Oerter, die keinen festen Grundhaben, wo möglich, umgehen, und lieber einen Bogen ma-chen, oder Umwege nehmen, um harten Boden zu finden.
Bey Anhöhen, die etwas steil sind, muß man die Hö-he durch Krümmungen zu gewinnen suchen, die schräge Sei-te vom Wege, §n, Berge, abarbeiten, und die Krümmun-gen, wo die Wagen sich wenden, nicht zu kurz, sondernwenigstens i6 Fuß breit machen. Wo möglich, muß derWeg selbst aufs wenigste so breit seyn, daß ein Wagen demandern ausweichen kann, sollte dieses aber in gebürgigkenund felsigten Gegenden nicht angehen, so muß man doch hinund wieder Weichplätze anlegen.
§. I2t,