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Wesens beauftragt war. Man findet bey diesemSchriftsteller, daß römische Centurien Handmühlentrugen, und daß man ihnen das Getreide statt Mehlaustheilte. An anderen Stellen findet man, daß derSoldat während der Operationen auf i5 Tage Mehlmit sich trug, daß er nach dem Einrücken in das La«ger es mit Wasser anmachte, und davon eine ArtKucken verfertigte, der ihm zur Nahrung diente.
Mit solchen Truppen verlegte Scipio den Kriegnach Afrika , und weit entfernt, Rom durch ihren Un-tcrhalt zu erschöpfen, füllte er die römischen Spei-cher mit afrikanischem Getreide. Cäsar eroberte Ga-lten, und nicht nur daß die Armee der Ncpubiik nichtskostete, füllte er ihren Schatz, bereicherte seine Krie-ger, ersparte beträchtliche Summen zu seinen großenPlanen, verschönerte das unterjochte Gallien , bauteHeerstraßen, die noch jetzt als Monumente für ihnsprechen, und machte über alles dieses seine Herrschaftden Galliern beliebt.
In Afrika landete Cäsar mit wenigen Legionen,ohne Lebensmittcl, ohne Transportswcsen,.ohne fe-stc Plätze, beunruhiget von den unermüd^r'Nu-midiern. Ein Sturm zerstreute seine Flotte, die Fein-de sammelten sich von allen Seiten , und dennochrechtfertigte die Fruchtbarkeit des Landes, vereint mitseinen Siegen, dieses kühne Unternehmen.
Aus den angeführten Bruchstücken von der Ver-pflegung der römischen Heere und ihrer Thaten, er-hellet: daß der römische Krieger mit einer beyspiel-