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Die Befestigung der Staaten nach den Grundsätzen der Strategie / von Georg Freyherrn von Hauser
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80
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alle aber, ausgenommen der letztere, vortheilhakter,um von dem linken auf das rechte Ufer überzuge-hen; weil ersteres bey denselben höher ist.

Die geschlagene österreichische Armee, unter F.Z. M. Kray, zog sich den n. May von Memmin-gen nach Ulm zurück, paffirte dort die Donau , undstellte sich hinter der Blau auf, welche vonBlaubeu-ren kömmt, und sich bey Ulm in jenen Fluß ergießt.

Ein feindliches Armeekorps, unter G.L. Suzan-nc, welches sich am linken Donau - Ufer herabzog ,stcllce sich zwischen Erbach und Bjaubeuren auf. Dreyandere Armeccorps aber, nämlich jene von St. Cyr,Le Courbe, und das Reservecorps, unter den un-mittelbaren Befehlen des Ober-Generals Moreauselbst, befanden sich auf dem rechten Ufer dieses Fluffes.

Der rechte Flügel dieser Corps stand an der Günz.auf der Straße von Memmingen nach Augsburg ,der linke blockirte den Brückenkopf bey Ulm , unddas Centrum stand bey Weißenhorn .

Den 16. begaben sich zwey Divisionen dieser dreyCorps, unter St. Cyr , auf das linke Ufer derZllcr,um den G. L. Suzanne zu unterstützen, über wel-chen die ganze Macht der Österreicher herfallen konnte.

Wirklich griffen ihn tiefe denselben Tag um 4Uhr früh an, sprengten das Centrum seiner Stel-lung, und würden ihn gänzlich überwunden haben,wäre nicht St. Cyr am rechten Donau - Ufer erschie-nen. und hätte sie nicht dadurch zum Rückzüge be-wogen, daß er diesen Fluß bey Erbach, zwischen