6 .
ihnen und Ulm zu passiern, und folglich sie von dieserFestung abzuschneiden drohte.
Moreau, '.reicher nun beschloß, die Österreicherüber Blaubeurc» zu umgehen, und sie in Flankeund Rücken zu nehmen, zog bis zum tg., immermehr Truppen bey Erbrich auf daS linke Donau Ufer.Kray aber errieth die Absicht seines Gegners, verän-derte seine Stellung, und lagerte sich auf den Anhö-hen dieseS Ufers, zwischen Ulm und Kloster Elchin-gcn (an der Donau , beyläufig zwey Stunden unterUlm ), so daß er diesen Fluß im Rücken hatte.
Diese veränderte Stellung der Österreicher ver-eitelte Moreau's Absichten, indem er ihren linkenFlügel, welcher an Ulm gestützt war, nicht angrei-fen konnte, und um den rechten anzugreifen, sichweit links ziehen, und von seinen Corps am rechtenDonau -Ufer trennen mußte; während dcmsichKraydurch Ulm auf dieses,Ufer der Donau begeben, dieseCorps schlagen, sich hinter der Jllcr aufstellen, undmit Tyrol und Vorarlberg in Verbindung setzenkonnte.
Um nun die Österreicher aus dieser Stellung zuziehen, in welcher man ihnen nichts anzuhaben ver-mocht ; beschloß Moreau, mit seiner ganzen Armeedurch Erbach wieder auf das rechne Donau - Uferüberzugehen, mit dem rechten Flügel gegen Lands,berg und Augsburg vorzudringen, und mit dem lin-ken den Brückenkopf von Ulm zu blockiern , in derMeinung: Kray würde sich zurück ziehen, um den
L