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Feind seine Umfassungsmauer nicht von weitem zu-sammen schießen können, und ein solcher Platz wirdeine Festung genannt.
Die Umfassungö-Mauer einer Festung muß alsoentweder ein Erdaufwurf umgeben, oder sie muß ineinen Graben versenket, oder endlich theils auf dieeine, theils auf die andere Art gedecket werden.
Gewöhnlich wählt man (aus Gründen die nichthierher gehören) das letztere, macht die Mauer 6 ,Fig. L, um gegen eine Leiterersteigung gesichert zuseyn, Zo Schuh hoch, versenket davon 22 Schuhunter die Oberstäche des natürlichen Erdreiches, de-cket den Rest durch einen 6 Schuh hohen Aufwurfa, I»,- e, und bildet aus der übrigen, auS demGraben erhaltenen Erde, einen Wall ä,6 hinter derMauer, um rund um dieselbe Geschütz aufstellen zukönnen.
Die Ursache, warum man die Mauer einesplaes clu moment mit i5, jene einer Festung abererst mit Zo Schuh Höhe, gegen eine Lciterersteigung ge-sichert hält, liegt darin, daß erstere frey stehet, letztereaber an das Erdreich stößt. Ersteiget der Feind jene,so kann er nicht in den Platz gelangen, ohne entwe-der hinunter zu springen, und sich die Füße zu bre-chen , oder eine Leiter hinüber zu heben, welche derhinter der Mauer stehende Vertheidiger ihm entrei-ßen wird. Ersteiget der Feind aber letztere, so bahnetihm der dahinter aufgeführte Ertwall, den Weg inden Platz.