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Die Befestigung der Staaten nach den Grundsätzen der Strategie / von Georg Freyherrn von Hauser
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213
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diese Straße durchkreutzen; da mittelst Befestig»»«gen, solche Hindernisse die Manövrierfähigkeit dervertheidigenden Armee vorzüglich begünstigen.

Wird eine Parallclstraße an keinem, oder anmehreren Puncten, von solchen Hindernissen durchkreuztzer; so können in jedem dieser Fälle, nur besondereUmstände die wichtigeren der zu befestigenden Punc-te bestimmen.

Hätte z. B. Frankreich den Rhein von Basel bisan das Meer zu befestigen, so wären die Plätze amOberrheine, wichtiger als jene am Niederrheine ; dajener Theil der Gränze, mehr als dieser, einem An-griffe Österreichs ausgesetzt wäre, welches, außerdem entfernten Rußland , die größte Macht ist, wo-von sie bedroht werden könnte.

Wäre aber die 126 angenommene westlicheGränze Österreichs zu befestigen, so wären die festenPlätze an der Donau wichtiger als jene in Tyrol;da diese Provinz sich mittelst eines Aufstandes inMassa vertheidiget, folglich, wie es sich noch mehrzeigen wird, der Feind sich nur mit großer Anstrcn-gung darin erhalten könnte.

Eben so als die Plätze der gegebenen Strecke ei-ner Gränze, sind auch verschiedene Strecken der gan-zen Gränze eines Staates, wichtiger zu befestigen alsankere, welche wichtigeren Strecken durch die Stärke^ und politische Lage der umliegenden Mächte so be-stimmt sind, daß sie allgemein erkannt werden.