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Militairisches Taschenbuch zum Gebrauch im Felde / aufgesetzt von G. Scharnhorst
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314
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ZI4 Dritte Abthcil. Dritter Abschnitt. !

d) Soll ein Wachlhaus auch zugleich so eiiigeri^ titet werden, daß es sich mehrere Stunden selbst aege» lcAngriffe niit schwerem Geschütz halten und jedem a>d eidern gewaltsamen Angriffe widerstehen kann: so 2schießet es durch ein in Fig. 5- im Profil vorgestellt^ 4Gebäude, welches ebenfalls ein Quadrat 20 Fuß ^Gevierte hält, für Zo Mann eingerichtet ist und e>» ßdoppeltes Balkcnlagcr hat. *) b

c) Soll man ein Wachthaus anlegen, welches ^selbst gegen schweres Geschütz sich 24 Stunden un> ^länger halten kann: so nimmt man nach der Einriß ^

*) Man gräbt den Raum ä, wo das Haus erricht ^werden soll, 4 Fuß tief aus und wirst die Erbraus«wärts; darauf setzt man in diesen Umfang 2 Reihe» ^Fuß dicke Ständer nahe an einander, von dene» ^die innern g und die äußern ,z Fuß über der Erd-fläche hoch sind. Auf 2 Fuß über der Erde sindSchicßldcher. Ueber die innere Reihe von Pfähle»legt man ixfüßige Balken b> und über diese wiederandere eben so starke in die Qucer und darüber dreyFuß hoch Erde, wie bcv » angezeigt. Nach de»>Felde wird ein Graben 4^ Fuß tief gemacht und dieErde nach dem Felde 2 Fuß hoch aufgeworfen. Ui»die Festigkeit zu erhalten, werden die Ständer einig»Fuß tief gesetzt und die inwendige Reihe wird mit dc»darüber gelegte» Balken verbunden, die äußere aberoben mit einem Bindholze, welches nicht im Plane-»»Steigt. 50 Mann werden es gegen jede Escalade,wenn es oben nicht an Steinen fehlt, vertheidige»können. Die untern Schießscharten sind inwendig 1Fuß und auswendig 4 Zoll; sie können durch Keil»geschloffen werden- Ein solches Haus ist geschwinder,als eine Schanze von gleicher Größe gemacht, zumalwenn dcese mit Palisadcn versehen werden sollte, unddennoch ist das untere Gebäude gegen Bomben undKugeln ziemlich gesichert.