Band 
Zweiter Theil, Zweite Abtheilung.
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seyn. Das Rennfhierfleisch ist vortreflicli, undstebt dem Rindfleisch im geringsten nicht nach.Ich habe ihm vor dem Rindfleisch, so gut. diesesauch war, den Vorzug gegeben, obgleich ichanfänglich einen starken Widerwillen dagegenhatte. Den Widerwillen gegen das Rennthier-fleisch überwand ich bald, wenn ich ihn gleichgegen das Seehundfleisch nicht überwindenkonnte. Dieses wird in Kamtschatka nicht ver-achtet, und wenn es auch keine schmackhafteNahrung abgiebt, so ist es doch nicht ungesund.Eben so ist es auch mit dem Bärenfleische *).

# j In Cooks dritter Reise sind vom Capitan Kingmehrere Anecdoten, die Klugheit der Baren betreffend,angeführt* Ihre Methode Fische zu fangen, welche dieHauptnahrung, wenn nicht die einzige, sowohl von Hun-den als Bären ausmachen, ist nicht minder scharfsinnig,als die, mit welcher sie sich der wilden Schafe zu be-roelstern suchen. Von allen Fischen macht eine Gattung,die man in Kamtschatka KacMy nennt, ihre Hauptdeli-catesse aus. Sobald der Bär sieht, dafs eine Menge die-net Flache den TluCa liiuauf geht, iletll er »Ich tu JanFlufs nicht weit vom Lande, prefst seine Beine zusammen,und läfst nur eine kleine Ufnung zum Durchgänge dieserFische, die immer iu gerader Linie ihren Weg verfolgen.Sobald sie ihrer Falle sich nähern, prefst sich eine grofseMenge zwischen den Beinen des Bäres durch, der sieganz schliefst, mit einem Sprunge ans dem Flusse ansLand springt, seine Beute zur Erde fallen läfst, und sie»dann gemächlich verzehrt-

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